Tomaten selber ziehen – die besten Tipps und Tricks

Tomaten selber ziehen – die besten Tipps und Tricks

Wer im Sommer saftig-süße Tomaten frisch vom Strauch genießen will, für den beginnt die Gartensaison früh. Tomaten brauchen fast vier Monate Wärme und viel Sonne. Sie werden daher ab Ende Februar auf der warmen Fensterbank vorgezogen. Hier kommen meine besten Tipps und Tricks.

Die Samen von meinen eigenen Tomaten trockne ich auf einem Zellstoff, schneide es auf die Topfgröße zurecht und lege es so wie es ist auf die Erde. Wer Samen von eigenen Tomaten nimmt, muss darauf achten, dass sie sortenecht sind und keine F1 Hybriden, also Kreuzungen. Im Supermarkt ist das leider nicht zu erkennen, auf den Samentütchen steht es drauf. Aus den Samen lassen sich zwar auch Tomaten ziehen, sie haben jedoch oft andere Eigenschaften als die Mutterpflanze – kleiner, größer, andere Farbe, anderer Geschmack. Wer genau dieselbe F1-Sorte kultivieren möchte, muss jedes Jahr neue Samen kaufen.

Zimt und Wärme

Damit Tomatensamen besser keinem, kann man sie vor der Aussaat über Nacht in Wasser quellen lassen. Fülle den Topf mit guter Anzuchterde. Hier solltest Du auf keinen Fall sparen, man braucht auch nicht viel. Die Samen dünn mit Erde bedecken. Um zu verhindern, dass Pilze und Bakterien die empfindlichen jungen Pflänzchen angreifen, streue ich ein wenig Zimt über die Erde, ein natürliches Abwehrmittel. Jetzt vorsichtig angießen, dass die Samen nicht gleich aufschwemmen. Eine Sprühflasche leistet hier gute Dienste. Den Topf mit Klarsichtfolie abdecken oder eine Plastiktüte über den Topf stülpen und bei 22 bis 24 Grad Celsius warmhalten. Das geht gut auf einer sonnigen Fensterbank über der Heizung.
 

In feuchter, aber nicht zu nasser Erde zeigen sich nach etwa zwei Wochen die ersten Pflänzchen. Sobald sich die winzigen Keimblätter entfaltet haben, brauchen die Tomaten mehr Platz. Mit einem Holzstäbchen oder einem Bleistift vorsichtig die Erde lockern, die Keimlinge herausnehmen und einzeln in Töpfe mit Anzuchterde setzen. Die Pflänzchen dabei nicht am Stiel anfassen, sondern an den Blättern, da die Stängelchen sehr schnell brechen.

Durchstarten mit Vollgas

Wenn ab Mai kein Spätfrost mehr droht, können die Tomaten ins Beet, Gewächshaus oder auf den Balkon umziehen. Dabei gibt es noch einen Trick, wie die Pflanzen mehr Wurzeln schlagen und so mehr Nährstoffe aufnehmen können: Entweder viel tiefer setzen als sie im Topf standen – zur Not musst Du die unteren Blätter abmachen. Oder vor dem Auspflanzen den Topf mit der Tomatenpflanze auf die Seite legen. Dann biegt sich die Pflanze zum Licht. Die Pflanze mit dem Wurzelballen dann schräg in die Erde setzen und so tief, dass lediglich das erste Paar Blätter herausschaut. Beim Gießen darauf achten, dass nur der Boden um die Pflanze herum gegossen wird. Weder der Stamm noch die Blätter sollten nass werden, damit Pilzkrankheiten sich nicht so schnell einnisten können. Das klappt am besten, indem man einen Topf schräg in Richtung Wurzel eingräbt und nur in diesen Topf gießt.

Viel Erfolg mit Euren Tomaten! Habt Ihr auch ein paar gute Tipps auf Lager? Erzählt sie mir!

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